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Rilke, Rainer Maria: Requiem (Für Wolf Graf von Kalckreuth)

Portre of Rilke, Rainer Maria

Requiem (Für Wolf Graf von Kalckreuth) (German)

Sah ich dich wirklich nie? Mir ist das Herz
so schwer von dir wie von zu schwerem Anfang,
den man hinausschiebt. Daß ich dich begänne
zu sagen, Toter der du bist; du gerne,
du leidenschaftlich Toter. War das so
erleichternd wie du meintest, oder war
das Nichtmehrleben doch noch weit vom Totsein?
Du wähntest, besser zu besitzen dort,
wo keiner Wert legt auf Besitz. Dir schien,
dort drüben wärst du innen in der Landschaft,
die wie ein Bild hier immer vor dir zuging,
und kämst von innen her in die Geliebte
und gingest hin durch alles, stark und schwingend.
O daß du nun die Täuschung nicht zu lang
nachtrügest deinem knabenhaften Irrtum.
Daß du, gelöst in einer Strömung Wehmut
und hingerissen, halb nur bei Bewußtsein,
in der Bewegung um die fernen Sterne
die Freude fändest, die du von hier fort
verlegt hast in das Totsein deiner Träume.
Wie nahe warst du, Lieber, hier an ihr.
Wie war sie hier zuhaus, die, die du meintest,
die ernste Freude deiner strengen Sehnsucht.
Wenn du, enttäuscht von Glücklichsein und Unglück,
dich in dich wühltest und mit einer Einsicht
mühsam heraufkamst, unter dem Gewicht
beinah zerbrechend deines dunkeln Fundes:
da trugst du sie, sie, die du nicht erkannt hast,
die Freude trugst du, deines kleinen Heilands
Last trugst du durch dein Blut und holtest über.

Was hast du nicht gewartet, daß die Schwere
ganz unerträglich wird da schlägt sie um
und ist so schwer, weil sie so echt ist. Siehst du,
dies war vielleicht dein nächster Augenblick;
er rückte sich vielleicht vor deiner Tür
den Kranz im Haar zurecht, da du sie zuwarfst.

O dieser Schlag, wie geht er durch das Weltall,
wenn irgendwo vom harten scharfen Zugwind
der Ungeduld ein Offenes ins Schloß fällt.
Wer kann beschwören, daß nicht in der Erde
ein Sprung sich hinzieht durch gesunde Samen;
wer hat erforscht, ob in gezähmten Tieren
nicht eine Lust zu töten geilig aufzuckt,
wenn dieser Ruck ein Blitzlicht in ihr Hirn wirft.
Wer kennt den Einfluß, der von unserm Handeln
hinüberspringt in eine nahe Spitze,
und wer begleitet ihn, wo alles leitet?

Daß du zerstört hast. Daß man dies von dir
wird sagen müssen bis in alle Zeiten.
Und wenn ein Held bevorsteht, der den Sinn,
den wir für das Gesicht der Dinge nehmen,
wie eine Maske abreißt und uns rasend
Gesichter aufdeckt, deren Augen längst
uns lautlos durch verstellte Löcher anschaun:
dies ist Gesicht und wird sich nicht verwandeln:
daß du zerstört hast. Blöcke lagen da,
und in der Luft um sie war schon der Rhythmus
von einem Bauwerk, kaum mehr zu verhalten;
du gingst herum und sahst nicht ihre Ordnung,
einer verdeckte dir den andern; jeder
schien dir zu wurzeln, wenn du im Vorbeigehn
an ihm versuchtest, ohne rechtes Zutraun,
daß du ihn hübest. Und du hobst sie alle
in der Verzweiflung, aber nur, um sie
zurückzuschleudern in den klaffen Steinbruch,
in den sie, ausgedehnt von deinem Herzen,
nicht mehr hineingehn. Hätte eine Frau
die leichte Hand gelegt auf dieses Zornes
noch zarten Anfang; wäre einer, der
beschäftigt war, im Innersten beschäftigt,
dir still begegnet, da du stumm hinausgingst,
die Tat zu tun -; ja hätte nur dein Weg
vorbeigeführt an einer wachen Werkstatt,
wo Männer hämmern, wo der Tag sich schlicht
verwirklicht; wär in deinem vollen Blick
nur so viel Raum gewesen, daß das Abbild
von einem Käfer, der sich müht, hineinging,
du hättest jäh bei einem hellen Einsehn
die Schrift gelesen, deren Zeichen du
seit deiner Kindheit langsam in dich eingrubst,
von Zeit zu Zeit versuchend, ob ein Satz
dabei sich bilde: ach, er schien dir sinnlos.
Ich weiß; ich weiß: du lagst davor und griffst
die Rillen ab, wie man auf einem Grabstein
die Inschrift abfühlt. Was dir irgend licht
zu brennen schien, das hieltest du als Leuchte
vor diese Zeile; doch die Flamme losch
eh du begriffst, vielleicht von deinem Atem,
vielleicht vom Zittern deiner Hand; vielleicht
auch ganz von selbst, wie Flammen manchmal ausgehn.
Du lasest's nie. Wir aber wagen nicht,
zu lesen durch den Schmerz und aus der Ferne.

Nur den Gedichten sehn wir zu, die noch
über die Neigung deines Fühlens abwärts
die Worte tragen, die du wähltest. Nein,
nicht alle wähltest du; oft ward ein Anfang
dir auferlegt als Ganzes, den du nachsprachst
wie einen Auftrag. Und er schien dir traurig.
Ach hättest du ihn nie von dir gehört.
Dein Engel lautet jetzt noch und betont
denselben Wortlaut anders, und mir bricht
der Jubel aus bei seiner Art zu sagen,
der Jubel über dich: denn dies war dein:
Daß jedes Liebe wieder von dir abfiel,
daß du im Sehendwerden den Verzicht
erkannt hast und im Tode deinen Fortschritt.
Dieses war dein, du, Künstler; diese drei
offenen Formen. Sieh, hier ist der Ausguß
der ersten: Raum um dein Gefühl; und da
aus jener zweiten schlag ich dir das Anschaun
das nichts begehrt, des großen Künstlers Anschaun;
und in der dritten, die du selbst zu früh
zerbrochen hast, da kaum der erste Schuß
bebender Speise aus des Herzens Weißglut
hineinfuhr -, war ein Tod von guter Arbeit
vertieft gebildet, jener eigne Tod,
der uns so nötig hat, weil wir ihn leben,
und dem wir nirgends näher sind als hier.

Dies alles war dein Gut und deine Freundschaft;
du hast es oft geahnt; dann aber hat
das Hohle jener Formen dich geschreckt,
du griffst hinein und schöpftest Leere
und beklagtest dich. - O alter Fluch der Dichter,
die sich beklagen, wo sie sagen sollten,
die immer urteiln über ihr Gefühl
statt es zu bilden; die noch immer meinen,
was traurig ist in ihnen oder froh,
das wüßten sie und dürftens im Gedicht
bedauern oder rühmen. Wie die Kranken
gebrauchen sie die Sprache voller Wehleid,
um zu beschreiben, wo es ihnen wehtut,
statt hart sich in die Worte zu verwandeln,
wie sich der Steinmetz einer Kathedrale
verbissen umsetzt in des Steines Gleichmut.

Dies war die Rettung. Hättest du nur ein Mal
gesehn, wie Schicksal in die Verse eingeht
und nicht zurückkommt, wie es drinnen Bild wird
und nichts als Bild, nicht anders als ein Ahnherr,
der dir im Rahmen, wenn du manchmal aufsiehst,
zu gleichen scheint und wieder nicht zu gleichen -:
du hattest ausgeharrt.

Doch dies ist kleinlich,
zu denken, was nicht war. Auch ist ein Schein
von Vorwurf im Vergleich, der dich nicht trifft.
Das, was geschieht, hat einen solchen Vorsprung
vor unserm Meinen, daß wirs niemals einholn
und nie erfahren, wie es wirklich aussah.

Sei nicht beschämt, wenn dich die Toten streifen,
die andern Toten, welche bis ans Ende
aushielten. (Was will Ende sagen?) Tausche
den Blick mit ihnen, ruhig, wie es Brauch ist,
und fürchte nicht, daß unser Trauern dich
seltsam belädt, so daß du ihnen auffällst.
Die großen Worte aus den Zeiten, da
Geschehn noch sichtbar war, sind nicht für uns.
Wer spricht von Siegen? Überstehn ist alles.



Uploaded byBenő Eszter
Source of the quotationhttp://www.rilke.de

Rekviem (Wolf von Kalckreuth gróf emlékére) (Hungarian)

Valóban sose láttalak? Szivem
nehéz tőled, mint terhes kezdetektől,
melyeket elodázunk. Hogy Terólad
vagyok szólandó, holt, ki vagy, te boldog,
szenvedélyes halott, te! Vajon oly
megenyhitő volt, mint hivéd, vagy a
megszűnés a holtságtól messze jár még?
Úgy vélted, ott majd jobban birtokolsz,
hol semmi érték nem tulajdon. Úgy
hivéd, hogy túl bennebb kerülsz a tájba,
mely itt képként zárult be mind előtted,
s belülről juthatsz így az áhitottba,
átvágva mindent, bátran, lendülettel.
Vajha fiúcskás tévedéséért
ne sínylenéd soká most a csalódást!
S a fájdalomnak sodrában feloldva,
tovaragadva, csak félig magadnál:
a messze csillagok körül majd megtalálnád
az örömet, amelyet idelentről
átaltevél holt álmaid honába!
Míly közel voltál hozzá, kedves, itt!
Míly otthonos volt itt, amit kivántál,
komoly öröme szívós vágyaidnak.
Ha te örömben, balsorsban csalódva
magadba hulltál, majd felismeréssel
vergődtél újra föl, s a zord lelet
súlya alatt majdhogynem összetörtél:
azt hoztad, azt, amit nem ismerél fel,
az örömet, parányi Idvezítőd
terhét véreden át, s túl is haladtad.

Mért nem vártál, míg elviselhetetlen
lesz e teher: akkor átvált bizony.
S azért nehéz, mert már valódi. Látod,
ezt adja tán a másik pillanat.
Alkalmasint ajtódba állt, hajában
koszorúval, midőn ajtód becsaptad.

Ó, e csapás mint járja át a Mindent,
ha a türelmetlenség vad szelétől
valami megnyílt valahol bezárul!
Esküt ki tenne rá, hogy lent a földben
az ép magok nem pattannak ki sorra,
ki tudja, szelidített állatokban
nem zajg-e föl buján a gyilkoló kedv,
ha e lökés villámfényt vág agyukba?
S ki látja a hatást, mely tetteinkből
átáramol szomszédos pólusokba,
s hol minden vezeti, ki ér nyomába?

Hogy pusztitottál. Hogy terólad ezt
mondják már az idők végezetéig.
Mert hogyha hős terem, ki maszkaként
az értelmet, melyet a földi dolgok
arcának vélünk, leszakítva, szörnyű
orcákat fed fel, melyek szemei
rég s némán néznek ránk torz odvaikból:
ez arc bizony és meg nem változik már:
hogy pusztítottál. Megmunkált kövek
hevertek ott, s körül egy épületnek
üteme már-már feltartózhatatlan.
Jártál körűlük s nem láttad a rendjük,
egyik a másikát fedezte, mintha
gyökért eresztett volna mind, ha arra-
mentedben megkisérléd - tétován bár -
emelni rajtuk. És te fölemelted
kétségbeesve mind, csak, hogy legott
visszahajítsd a bánya meredekjén,
melyben azok, szivedtől megdagadva,
nem férnek el már. Vajha lágy kezét
egy nő helyezte volna e haragnak
még gyenge kútfejére, vajha egy
töprenkedő s velejéig merengő
talál reád, midőn némán kimentél
megtenni azt -, bizony, ha útad ott
vezet egy éber műhelynek előtte,
hol zeng az üllő és a nap simán
valósul; s telt tekintetedbe bár
csak annyi tér lett volna, hogy igyekvő
apró bogárka képe beleférjen:
tisztább belátással olvashatod tán
az írást, melynek jeleit kicsiny-
korodtól lassan vésted volt magadba,
próbálva olykor egy-egy mondatot
formálni: jaj, úgy tűnt, értelme nincsen.
Tudom, tudom, elé borulva úgy
babrálgatád, miként feliratot
betűznek sírkövön. Mi kis világ
látszék pislogni, mécs gyanánt emelted
e sor fölébe. Ám a láng kihunyt, -
s fel mit se fogtál - tán lehelletedtől,
tán reszkető kezedtől, vagy lehet,
magától, mint a láng kialszik olykor.
Sosem olvastad el. S mi nem merünk
olvasni gyászon át, s a messzeségből.

Csupán a verseket nézzük, melyek
érzésed hajlatán viszik a mélybe
az általad választott szókat: ó, nem,
nem mind te választád. Egy kezdet olykor
egészként állt eléd, te hajtogattad
mint holmi leckét. S gyászosnak találtad.
Ne hallottad vón hangodon soha!
Angyalod zengi már s ugyanazon
szöveget másként ejti, s míly öröm
fog engem el, hallván, hogy érti módját,
öröm teérted: mert ez volt tiéd:
Hogy minden szeretet elhagy megújra,
hogy látóvá-váltodban a lemondást
ismerted föl, halálban haladásod.
Ez volt tiéd, te művész: ez a három
nyílt forma. Látod, itt van a legelső
öntvény: tér érzésed körül, és itt
e másikból a szemlélet kerül ki,
mely vágytalan s csak nagy művész sajátja,
s a harmadikban, melyet oly korán
magad zúztál szét, alighogy szived
fehér izzása első, reszkető anyagja
beléomolt - remekmívű halál volt,
mélyben kiforrt, ama saját halál,
mely minket úgy kiván, mert néki élünk,
s melyhez csak itt, csak itt vagyunk közel.

Mindez tulajdonod volt és barátod.
Gyakran sejtetted ezt, de csakhamar,
e formák odva, lám, megrémitett,
beléjük nyúlva űrt mertél csupán
s feljajongtál. - Ó, költők ősi átka,
akik jajongnak, hol beszélni kéne,
kik folyton bírálják érzésüket
formálás helyett, s váltig azt hiszik még,
hogy csak mi bennünk bús, avagy vidám,
a versben azt lehet s szabad nekik
fájlalni vagy dicsérni. A siralmak
nyelvén beszélnek, mint a beteg ember,
elmagyarázni, hol fáj, ahelyett hogy
szavakká változnának át keményen,
miként templom-szobrász plántálja létét
konok-higgadtan a kő közönyébe.

Ez a kiút. Láttad volna csak egyszer,
miként hatol a sors a verssorokba
és el nem illan s válik kép belőle,
kép, semmi más, csak úgy akár egy ősöd,
ki a keretben, ha felnézel, olykor
hasonlít hozzád, s ujra nem hasonlít:
kitartasz tán.

           De emlegetni azt,
mi nem volt, kicsinyes. És vádat is
rejt e hasonlat, mely rád nem talál.
Ami történik, úgy előzi mindég
vélelmünk, hogy soha utol nem érjük,
s nem tudjuk meg, miként is volt valóban.

Ne szégyenülj, ha horzsolnak a holtak,
más holtak, kik kitartottak a Végig.
(A Vég mit is jelent?) Nyugodtan
válts pillantást velük, amint szokás ez,
s ne félj, hogy gyászunk oly különösen
rádsúlyosul, hogy köztük feltünést kelts.
Nagy szók a korból, melyben látható
volt a történés, nem hozzánk valók.
Győzést ki említ? Minden csak kitartás.



Uploaded byBenő Eszter
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